Ma greift ned afoch einem fremden Mädl am Oasch…

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…tut man nicht…nie…gar nicht!

Wer das – wie ein gesunder Mensch es sollte – als selbstverständlich sieht –> Bitte aufhören zu lesen! (oder sich zumindest nicht angegriffen fühlen)
Aber wenn via Zufall dieser eine Typ, der gestern beim Thirty Dancing im Volksgarten im Vorbeigehen meiner Begleitung einfach so auf den Hintern gegriffen hat (und beim umdrehen auch noch grinsend „Ich war das“ hinterhergerufen hat), in der Leserschaft dabei is…

Du respektloses Voll-Ei!! Deine Lieblingsfussballmannschaft soll absteigen!!

Und ich reg‘ mich darüber jetzt nicht auf weil ich ein hilfloses Geschöpf als Begleitung gehabt hab und ich als Retter in der Not einzuspringen unterlassen habe (weil ich einfach baff war)…ganz im Gegenteil!
Sie hätte sich – wenn der Typ nicht so schnell weggewesen wäre – schon selbst zu helfen gewusst, dazu braucht sie nicht mich.

Was mich an der Sache stört ist u.a. folgendes:

    • Verallgemeinerungen sind keine Seltenheit. Also wäre es nur logisch, dass durch so einen primitiven Grapschversuch der nächste potenzielle Kandidat erst gar nicht in die Gelegenheit kommt seine positiven Seiten gegenüber meiner Begleitung auszuspielen weil „Männer ja eh immer nur grapschen“. Oder kurz gesagt: Der eine Trottel ruiniert den Ruf von uns Männern! Das brauch ich echt nicht…

 

    • Ich steh daneben! Ich bin mit 1,96m jetzt nicht unbedingt unauffällig klein…okay, man könnte an der Körperbreite arbeiten, trotzdem denke ich zumindest im Wahrnehmungsbereich des Oaschgreifers gewesen zu sein. Und trotzdem greift er meiner – und es hätte auch meine Freundin gewesen sein können – Begleitung an den Hintern. Is so ein Griff echt die Gefahr einer Watsch’n wert? Von ihr wie von mir?

 

  • Was bringts eigentlich? Welchen Sinn hat es, einem Mädl (das man auf die Art wohl kaum zu mehr einvernehmlichen Berührungen animieren wird) auf den Hintern zu greifen? Wenn ich das als Ziel des Abends habe, versuche ich es doch auf den netten Weg! Oder gibt es tatsächlich Mädls die solche Anmachen mögen? Ich werds nicht kapieren…

Heute tu ma ned Arbeit suchen, heute füll‘ ma den Antrag aus!

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Die Arbeitslosigkeit in Wien ist so hoch wie noch nie! Ich kann diesen Satz nicht mehr hören…vor allem weil ich im Mai selbst beim AMS gemeldet war. Und genau davon würde ich gerne berichten. Weil ich nicht anders kann.

Mit Ende April ist mein Dienstverhältnis bei Radio Arabella ausgelaufen (Auch wenn das die Ex Firma technisch noch nicht ganz überrissen hat) und nachdem ich als studierter Musikwissenschafter und gelernter Radiomann bei der Jobsuche – nobel ausgedrückt – nicht so aus dem Vollen schöpfen kann, aber eigentlich keine Sekunde dem Staat auf der Tasche liegen wollte, hab ich mir online einen Früh-Termin bei meinem zuständigen AMS ausgemacht. Knapp 1 Woche bevor ich tatsächlich den Stempel „Arbeitssuchend“ aufgedrückt bekommen habe.
Wer weiß, vielleicht ist das Arbeitsmarkt-Service ja ein bissl in Übung was die Jobsuche angeht und zaubert einen Job aus dem Hut mit dem ich die Zeit überbrücken kann um selbst etwas zu finden, das meiner Qualifikation entspricht.

Naive Annahme, das weiß ich jetzt auch.

Damals allerdings hab ich – blauäugig wie ich war – all meine Zeugnisse und bescheinigten Fähigkeiten – vom Heeresführerschein bis hin zur Hygieneschulung nach HACCP Standards – in Klarsichthüllen gepackt und bin zum Termin marschiert. Sogar im Sakko! (Man will ja einen guten Eindruck machen) Und was dann passiert ist, hat mich – gelinde ausgedrückt – so was von fuchsteufelswild gemacht dass ich versucht war dem beim AMS anwesenden Security einen Grund zum Einschreiten zu geben.

Ich komme an, 5 Minuten vor der Zeit, werde auch pünktlich von einem jungen Mann in Wr. Sportklub-Weste in einen Raum gebeten. (Nicht der Raum der in meiner Terminvereinbarung ausgemacht war, auch nicht der Kontakt, aber egal…das tut nichts zur Sache). Nachdem mir der Sportklubfan mit AMS Hintergrund erklärt hatte dass er seinen ersten Tag habe, allerdings Herr Gravogl – ein langgedienter AMS Mitarbeiter – mit Rat und Tat zur Seite stehen würde, konnte es losgehen. Ein Formular sollte ich ausfüllen. (Hätte ich schon gemacht, wäre es mir online zugesandt worden, aber okay…wenns schon ausgedruckt war, warum unnötig Papier verschwenden?) Auf dem Formular auch die Frage ob ich denn 2014 auch selbstständig gearbeitet hätte. Ich bejahte – schließlich moderier ich ja auch manchmal auf Bühnen, etc… – und das hat einen Stein ins Rollen gebracht, den ich besser ruhen gelassen hätte.
DENN ich darf nicht selbstständig arbeiten UND AMS Geld beziehen. Finde ich einleuchtend, nur hat sich Hr. Gravogl (der Sportklubmann ist ob meines komplizierten Falls bereits gedanklich wieder auf der Friedhofstribüne gewesen) von meiner Aussage „Ich habe keine Aufträge für Mai und Juni und ich werde auch keine annehmen“ nicht überzeugen lassen, sondern meinte: „Na des miass ma jetzt prüfen!“ Meine Frage, was das bedeuten würde, hat er mit „Na sie kommen nach dem Mai wieder und sagen mir was sie selbstständig im Mai verdient haben!“ klar und trotzdem sinnbefreit beantwortet. (Also jetzt glaubt er mir nicht, danach schon – logisch, oder?) Er will sofort dazu übergehen sich mit mir einen Termin Anfang Juni auszumachen, als ich ihn mit folgender – scheinbar völlig irritierenden Frage – aus dem Konzept bringe:

„Suchen wir jetzt einen Job? Ich habe alle meine Zeugnisse mit, alles was ich kann, ich würde eigentlich lieber arbeiten als einen Antrag auf Arbeitslosengeld auszufüllen, vielleicht sparen wir uns damit die ganze Prüfung wenn ich ab Mai schon arbeiten kann?“

Seine Antwort hat mich dann jedoch eher verblüfft: „Nein, heute stell ma einen Antrag, alles Weitere dann im Juni!“

Die Folge, kurz zusammengefasst:

Knapp 1400€ die ich schlussendlich vom AMS bekommen habe (danke) und eine Frage, die ich mir seither immer wieder stelle:

Wieviel Geld wird pro Jahr an eigentlich arbeitswillige Personen ausbezahlt, nur weil die eigenen AMS-Mitarbeiter teilweise arbeitsunwillig sind? Vielleicht bin ich aber – mittlerweile mit dem Job den ich mir erträumt habe – auch ein Einzelfall…