Am 1.1. ist der Spaß vorbei – eine ungute Jahreszeit

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Quer durch die Online, Print, TV und Radioredaktionen dieses Landes wird in diesen Tagen entweder zurück (2013) oder voraus (2014) geblickt. Von den besten Bildern, Musikstücken oder Tieren des Jahres bis hin zu der einfachsten Möglichkeit sich mit möglichst wenig Urlaubs- möglichst viele freie Tage herauszuholen.

Da brauch ich jetzt nicht mitzumachen, das machen eh die Anderen. Also könnte ich doch das machen, das niemand macht. Ins Hier und Jetzt schauen! In die Zeit vom 25.12.2013 bis inkl. 6.1.2014. Eine Zeit, die an Grauschattierungen und Langeweile noch weniger zu bieten hat als so mancher amerikanische, mehrteilige Seichterotikroman. Weil in dieser Zeit sich einfach NICHTS tut!

Die hysterisch gefeierten Silvesterstunden einmal ausgenommen ist diese Zeit einfach tot. So tot dass Meldungen über Heiratsanträge die in einem ÖBB Zug gemacht werden, dankend von sonst eher qualitativ hochwertigen Medien weiterverbreitet werden. Auch der Besuch der Sternsinger bei diversen politischen Charismakanonen wird einigen Medien eine Meldung wert sein, die Frage ist nur: Was passiert jetzt, nachdem endlich alle Touristen von diesem Eisbrecher ausgeflogen wurden?? Worüber wird jetzt gesprochen?? Was tun wir jetzt?? Was KÖNNEN wir überhaupt tun??

Und genau das ist schwierig. Weil es eben eine tote Zeit ist! Von Mitte November bis 23.12. habe ich jedes Jahr eine derartige Anzahl an Freizeitangeboten die ich nicht einmal mit staatlich geprüfter Trinkerleber ausnützen könnte. Weihnachtsmärkte, Charitypunschstände, Kunsthandwerk wohin das Auge reicht…in abgeschwächter Version wird ein kleiner Teil davon dann noch bis 31.12. in Silvestermärkte umgewandelt um Plastikhufeisen und Schweinehüte zu verkaufen, aber danach?

Am 1.1. ist der Spaß vorbei!!

Wer am 1. Jänner – zum Beispiel weil er Silvester nicht gefeiert, sondern gearbeitet hat – einfach nur auf ein Bier gehen will findet eine Misere vor, die in einer Weltstadt wie Wien es sein möchte eigentlich nicht vorherrschen sollte. Es haben in etwa 90% aller Lokale dieser Stadt geschlossen. Am 2.1. sind es auch noch rund 75% und das geht so weiter bis inkl. 6.1. Und ich verstehe es einfach nicht. Das ist genau die Zeit des Jahres wo man Zeit und die Möglichkeit hätte Essen zu gehen, auf ein Glas Wein zu gehen, etc…aber nein, man kann das nur daheim machen! Wenn man rechtzeitig einkaufen war! Das is ja das nächste…Weltstadt Wien und bis auf KFJ Bahnhof, Praterstern und Flughafen kein Supermarkt offen…

Mein Fazit und Appell, liebe Gastronomen: Sperrts auf, ich komme! Versprochen!